Viele Menschen verbinden mit Hypnose die Vorstellung, die Kontrolle zu verlieren oder willenlos zu sein,was meist durch missverständliche Darstellungen in Film und Fernsehen entstanden ist. In Hypnose bleibt man jedoch jederzeit handlungsfähig und bei vollem Bewusstsein. Man kann also währenddessen Entscheidungen treffen und ist in der Lage, den Prozess aktiv mitzugestalten oder auch jederzeit zu beenden.
Der hypnotische Zustand ist also vielmehr eine Form der konzentrierten Aufmerksamkeit, ähnlich wie wenn man in ein Buch oder einen Film völlig vertieft ist. Der Unterschied ist, dass die Aufmerksamkeit nicht nach außen, sondern gezielt nach innen gerichtet wird. Niemand kann in Hypnose zu etwas gebracht werden, was nicht den eigenen Werten oder dem eigenen Willen entspricht. Die Kontrolle bleibt immer bei der Person selbst.
Dabei richtet man also seine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf eine bestimmte Vorstellung oder einen Gedanken. Alles andere – Geräusche, Ablenkungen oder sogar Schmerzen – tritt in den Hintergrund. Die Person ist dann stark in ihre inneren Bilder vertieft, zum Beispiel in Erinnerungen, Vorstellungen von Heilung oder neue zieldienliche Verhaltensweisen.
In diesem Zustand, den man „Trance“ nennt, fühlt sich das Bewusstsein ein bisschen anders an als im Alltag. Das ständige Nachdenken, Zweifeln oder Bewerten („Kann ich das? Was denken die anderen?“) kann in diesem Zustand leiser werden oder verschwindet ganz. Dadurch kann das Gehirn Dinge neu verknüpfen und anders betrachten. In diesem Zustand ist man offener für Vorschläge (Suggestionen), die helfen können, etwas zum Positiven zu verändern. So können zum Beispiel ungünstige Gewohnheiten wie Rauchen unterbrochen, emotionale Blockaden gelöst oder sogar körperliche Beschwerden positiv beeinflusst werden.
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